Waldtag 2017 – spannend und ereignisreich

 

 

 

348 Kinder nahmen am diesjährigen Waldtag teil. Bei prachtvollem Wetter lernten sie auf spielerische Weise Tiere des Waldes kennen und erhielten Einblick in die Arbeiten des Forstberufes. Sie erprobten ihre Geschicklichkeit und setzten alle ihre Sinne ein um spannende Aufgaben zu lösen. Sie halfen einander, fanden gemeinsam Lösungen und sogar der Zusammenhalt der ganzen Klasse war gefordert. Dieser ereignisreiche Tag wurde vom Verein Naturnetz Olten organisiert, vom Forstbetrieb tatkräftig unterstützt und durch die finanzielle Beiträge vom Kantonalen Amt für Jagd und Fischerei, Stiftungen und Sponsoren ermöglicht.

 

Welche Vögel leben im Wald, welche Spuren hinterlassen sie? Ein Thema, welches buchstäblich in den Ohren liegt, denn es zwitschert lautstark in den Bäumen rund um die 3. Klasse von Frau Sciré. Inmitten der aufmerksam zuhörenden Kinder liegen Vogelbilder, Federn, Vogeleier, Knöchelchen, zerbrochene Scheckenhäuschen und wurstähnliche  Gewölle  - von wem stammen wohl diese Spuren? Die Kinder erfahren, dass Häuschenschnecken die Lieblingsnahrung der Singdrossel sind und dass man sogenannte Drosselschmieden im Wald finden kann: ein Stein mit vielen zerbrochenen, leeren Schneckenhäuschen. Sie inspizieren die Gewölle der Waldohreule, mit den unverdaulichen Überresten der gefressenen Mäuse: Pelz, Knöchelchen und Zähne. Ist das nicht eklig? Keinesfalls, antwortet die Ornithologin Pia Burkard, sie habe die Gewölle im Ofen bei 80° sterilisiert. Mit dem Wissen um die Spuren der Waldvögel im Kopf gehen die Kinder als kleine Detektive auf Spurensuche im Wald…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gspüre, schmöcke, lose, luege so lautet der Titel des nächsten Postens den wir, Lisa Kaufmann und ich, Silvia Meister besuchen. Wir sind beide im Vorstand des Vereins Naturnetz Olten und Lisa Kaufmann organisiert jeweils den Waldtag. Ursula und Michael Fluri, beides Waldpädagogen leiten die Kinder des 2. Kindergartenjahres an.

Die Kinder stehen im Kreis und halten sich an den Händen. In der Mitte steht ein Mädchen, die Augen mit einer schwarzen Binde bedeckt. Sie sieht so wenig wie eine Fledermaus, welche nachts auf der Jagd ist. Ein Bub springt um sie herum, in den Händen zwei Steine, welche er fortwährend aneinander schlägt. Er ist der Nachtfalter, die Beute der Fledermaus und tatsächlich nach einigen Runden ist er gefangen – und zwei andere Kinder sind an der Reihe. Die Kinder sind vertieft im Spiel und lernen exakt zu hören woher der Ton kommt und ich staune, wie schnell sie Vertrauen in die blinde Bewegung gewinnen und schneller und raumgreifender `jagen`.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein anderes Sinnspiel ist das Fotografieren: ein Kind schliesst die Augen und deckt sie mit den Händen zu, das andere führt es zu einer Stelle, welche ihm fotogen erscheint und klick: die Hände werden geöffnet und das geführte Kind darf drei Sekunden lang das Blatt, den Käfer etc. anschauen – und schon geht es weiter, bis drei Fotos gemacht sind. Dann wird gewechselt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

`Die Vögel im Frühlingswald` lautet der Titel des nächsten Postens. Auf einer Decke inmitten der im Kreis sitzenden Kinder liegen Nester, einige sogar mit Vogeleiern. Iris Arnold und Jaqueline Bertschi erzählen von Mutter und Vater Vogel, welche Nester bauen und ermuntern die zu zweit eingeteilten Kinder, dies ebenso zu tun: schon suchen sie Zweige, Aststückchen und Moos und bauen. Bald liegen auch Raupen (farbige Zahnstocher) drin, welche aufmerksam unter Laubblättern herausgesucht werden mussten.

 

     

Diese gelb angemalten Hölzchen gilt es zu suchen…. und wer das rote findet ist der Waldkönig!